• Wolfgang Gottenhuber

Wolfgang fragen! – Wer hat die Hypnose erfunden?


Wolfgang fragen! – Antworten zu Coaching / Hypnose / Mentale Stärke

Probleme lösen und Ziele erreichen – privat, beruflich und im (Leistungs)-Sport

Fragen und Antworten / Eine Serie / Teil 4



Wolfgang, ich habe gelesen, dass die Hypnose in Österreich erfunden wurde. Stimmt das?


Ja, so kann man durchaus sagen.


Franz Anton Mesmer, ausgebildeter Arzt, war der Erste, der sich wissenschaftlich mit dem, was später dann auch als Hypnose bezeichnet wurde, auseinander gesetzt hat. Er kam 1734 in Iznang am Bodensee zur Welt, das damals zu Österreich gehörte.


Unabhängig davon haben Menschen schon lange davor hypnotische Phänomene für ganz unterschiedliche Zwecke genutzt. Einige Jahrtausende vor Christus sollen sumerische Priester heilsame Schlafzustände mit Hilfe spezieller Instruktionen (Suggestionen) erzeugt haben. Auch bei Schamanen aus unterschiedlichen Kulturkreisen hat „Trance“ eine lange Tradition, ebenso in allen Religionen, die sich „Trance“ auf unterschiedliche Arten und Weisen nutzbar gemacht haben (zum Beispiel im „Rosenkranz-Gebet“).


Mesmer war aber, wie gesagt, der Erste, der sich diesen Phänomenen wissenschaftlich annäherte und mit ihnen versuchte Disharmonien im Körper seiner Patientinnen und Patienten wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Seiner Ansicht nach wohnte jedem lebenden Organismus eine Kraft inne bzw. wurde von dieser eingehüllt, die dem Magnetismus vergleichbar schien und die er "animalischen Magnetismus" nannte.


In dem er mit seinen Händen über den Körper seiner Patienten und Patientinnen strich („hypnotische Bewegungen“) – ohne sie dabei zu berühren – aktivierte er diese Kraft. Den Begriff „Hypnose“ verwendete Mesmer dafür nicht, er war zu dieser Zeit auch noch nicht „erfunden“.


Der Begriff der Hypnose ist wohl im Zeitraum ab 1820 entstanden. Das – und was Hypnose mit Schlaf zu tun hat, oder auch nicht – ist allerdings eine andere Geschichte. Die ich an passender Stelle gerne einmal erzählen werde.


Mesmer war mit seiner Methode so erfolgreich, dass das Wort „mesmerisieren“ durchaus Berühmtheit erlangte und Künstler und Schriftsteller den „Magnetismus“, wie auch immer, in ihre Werke einfließen ließen. Auch heute noch verwenden manche Hypnotiseure und Hypnotiseurinnen Körperstreichungen um eine Hypnose zu vertiefen. In der englischen Sprache gibt es das Verb „mesmerize“ auch heute noch, übersetzt wird es mit hypnotisieren, faszinieren oder verzaubern.


Andererseits wurde Mesmer – nicht überraschend – angefeindet und seine Methoden und Erfolge in Zweifel gezogen.


Auch wenn Mesmer das Wort „Hypnose“ noch nicht kannte, und seine Begründungen für das, was er bei seinen Patientinnen und Patienten auslöste, heute längst widerlegt sind, gilt Mesmer als einer der „Urväter“ der Hypnose und besitzt der Begriff „Mesmerisieren“ unter vielen Hypnotiseurinnen und Hypnotiseuren weltweit noch immer eine faszinierende Anziehungskraft.



Ihr Wolfgang Gottenhuber




Mehr aus dieser Serie:

Wolfgang fragen! - Teil 2 / Hypnose, Trance, Flow

Wolfgang fragen! - Teil 3 / Hypnose mit Kindern

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Wolfgang Gottenhuber

Ein Coach begleitet seine Klientinnen und Klienten lösungs- und zielorientiert dabei, neue Sichtweisen und Blickwinkel zu privaten und beruflichen Problem- und Fragestellungen zu entdecken, angemessene Problemlösungen zu entwickeln und individuelle Ziele rasch, dauerhaft und nachhaltig zu erreichen. Im (Leistungs)-Sport unterstützt er Athletinnen und Athleten unter anderem, ihr Leistungsvermögen auch in schwierigen Wettkampfsituationen optimal abzurufen.

Hypnose ist ein tiefer geistiger Entspannungszustand (auch Trance, im Sport oft Flow genannt), in dem sich das Bewusstsein teilweise zurückzieht und besseren Zugang zum Unterbewusstsein ermöglicht. Hypnotische Zustände sind etwas ganz Natürliches, das fast alle Menschen im Alltag ganz regelmäßig erleben. Beim Lesen eines spannenden Buches zum Beispiel, wenn Frau/Mann so fokussiert ist, dass sie/er das Klingeln des Telefons überhört oder so konzentriert auf eine Fragestellung in der Arbeit ist, dass sie/er die Frage von Kollegen gar nicht wahrnimmt. In einer durch einen Hypnotiseur oder eine Hypnotiseurin begleiteten Hypnose, können dabei Problemstellungen bzw. Ziele direkt bearbeitet werden.




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